20. Oktober

Position 36 grader 21, 8 N 012 grader 02, 1 W

Atlanten

Wir haben gerade die Unterwasserberge Gettysburg und Ormonde passiert. Es ist faszinierend wie die Tiefe von 4000 m bis 25 und 30 Meter steigt. Wir stellen uns vor Landschaft unter uns sein muss. Jetzt sind wir auf dem Weg von Lissabon nach Porto Santo (nördlich von Madeira). Es ist eine Fahrt von etwa 480 nm, also etwas länger als wir von Irland nach Spanien fuhren. Es sollte normalerweise in vier bis fünf Tagen zu schaffen sein, aber wir haben sehr leichte Winde, so dass wir sehen werden, wann wir dort ankommen. Bis Jetzt ist die Fahrt wirklich bequem. Als wir von Irland nach Spanien war es ertäglich. Der Unterschied dieses Mal ist wahrscheinlich, das wir uns mehr Sicherheit in fühlen und gelernt haben, was für uns wichtig ist, wenn es um Nahrung, Schlaf, Navigation und vieles mehr geht. Keiner von uns ist seekrank, trotz der ständigen Atlantikdünung. Wir haben auch besseres Wetter, meist sonnig und 20-22 Grad tagsüber, 15-16 in der Nacht. Orca ist ein schweres Boot, ca. 17 Tonnen und braucht etwas Wind um Fahrt durchs Wasser machen. Die letzten Tage haben wir expreminterat mit den Segeln, welche am besten bei schachen wechselnden achterlichen Winden funktionieren. Am besten hat sich unser Gennaker bewiesen. Dann machen wir drei bis vier Knoten, auch wenn der Wind nicht mehr als 2-4 m/s ist. Wir haben ein Problem mit unserem Wärmetauscher für den Motor, es ist irgendwo undicht, so lassen wir den Motor nicht so viel laufen.Eine genauere Fehlersuche und Reparatur, tun wir, wenn wir ankommen. Wir sind nicht so besorgt. Wir haben gelernt, dass es immer etwas repariert werden muss.

 

7. Oktober

Figueira de Foz, Portugal

Nach mehr als sechs Wochen in der galizischen Rias, sind wir nun in Portugal. Wir haben es wirklich sehr in Galizien genossen und hoffen einmal wieder zurück zukommen. Letzte Woche hatten wir Besuch von Ragna, Ann's Tochter und ihrer Freundin Mona. Sie flogen nach Vigo und segelte dann mit Orca in der Ria de Vigo. Wenn man Gäste an Bord hat ist es auch gewissernassen auch Urlaub für uns. Keine Wartungsarbeiten oder jagdt nach Zubehör, nur schöne Ankerbuchten, Sonne, Sand, extra gutes Essen und gute Unterhaltung.
An letzten Tag in Vigo war ein Generalstreik in Spanien. Alles war geschlossen und während der ganzen Vormittag war die Demonstrationen auf der Straße. Es war eine ziemlich unangenehme Atmosphäre mit Vandalismus und Polizei auf der Straße. Aber passiert ist nichts Ernstes.
Unsere Zeit an Portugals Atlantikküste bestand aus gemischten Erfahrungen des Seglerlebens, vor allem in Perioden starken Windes und begrenzte Möglichkeiten gute Häfen zu finden. Die Reise nach Povoa de Varzim im Norden Portugals war wunderbar, genau wie Atlantik segeln sollte. Eine frische achterliche Brise, Sonne, Wärme und lange schöne Wogen die das Boot an seinen Bestimmungsort brachten. In Povoa de Varzim konnten wir nur eine Nacht bleiben. Durch den anstehenden Sturm sollten die ganzen Schwimmstege geräumt werden. Im nächsten Hafen Leixões bekamen wir einen der letzten Plätze für größere, schwerere Boote. Mehrere Boote wurden abgewiesen, als es noch Zeit war, um zum nächsten Hafen zu bekommen. Die Häfen hier in der Regel nicht weniger als 30 Meilen voneinander entfernt, und dann sind es nicht Allwetterhäfen. So warteten wir auf den Sturm in Leixoes ausserhalb Porto. Mit allen Fendern draussen, sechs Linien am Kai und sechs Linien an den Schwimmsteg zwischen uns und dem Kai. Es blies bis zu 25 m / s in den Hafen und aus dem Südwesten kamen grosse Wogen in den Hafen. Für uns ging es gut, abgesehen von einer schlaflosen Nacht, einige Leinen mussten gekürzt werden da sie zu sehr an Pollern oder am Kai scheuerten und einige Lackabschürfungen an Deck. Der Anker eines im Vorhafen ankernden Katamarans hielt nicht und sein Motor funktionierte nicht so bekam er nach einem Notruf Hilfe von der Küstenwache. Der Sturm dauerte von Samstag auf Sonntag Abend. Am Montag war Dreck auf allen Stegen und auf einigen Booten was von der Brandung über den Kai geworfrn wurde.
Von Leixoes, gingen wir unter Motor mit leichtem Wind den ganzen Tag nach Figueira da Foz. Es ist mühsam den ganzen Tag unter Motor zu fahren, da das Boot in den Wellen schlimmer schaukelt, als wenn wir segeln. Auch wenn wir nicht direkt seekrank waren, es ist ein unangenehmes Gefühl, man hat keine Lust überhaupt etwas zu tun. Der Einfahrt in den Hafen von Figueira ist flach und schmal, und ein Risiko bei hohen Wellen und starkem Wind. Wir hatten wenig Wind, aber etwa vier Meter hohen Wellen. Vier Meter hohe Dünung ist kein Problem auf dem Meer, aber wenn es flach wird, besteht Die Gefahr von Sog und brechenden Wellen. Wir näherten uns dem Hafen bei Nacht und sahen, dass das Lichtsignal, das bedeutet "enter with caution" eingeschaltet war. War es Tollkühn, Mut oder ein Urteil nach Ermessen auf Erfahrung, ich weiß nicht, aber wir beschlossen, rein zufahren. Wir folgten einem Fischerboot zu sehen, wie es am besten ist. Wir waren erfolgreich, surften fast den ganzen Weg und mit höchster Drehzahl des Motors als eine Welle brach die das Boot erheblich durchschüttelte. Alles dauerte vielleicht fünf Minuten, aber genug Spannung für eine Weile.
Heute legten wir das Boot an einen guten Platz für den nächsten Sturm, der heute abend oder morgen erwartet wird (wir liegen hier viel besser als in Leixios), sprachen mit dem Hafen Büro, schaute uns in der Stadt um, lasen, ruhten uns aus und gingen zum Internet-Cafe, sehr undramatisch, mit anderen Worten.