28. Juli

Howth, Dublin

Wir haben endlich etwas Wärme und Sonne. Nichts zu tun mit früheren Hitzewelle in Schweden zu vergleichen, aber 20 Grad und heiter, wir freuen uns. Seit einer Woche haben wir Begleitung von unseren schwedischen Segelfreunden, Lisa und Janne auf Sallyruth. Es ist schön sich zu Unterhalten über das Seglerleben, Erfahrungen auszutauschen, zum Essen eingeladen werden und einladen, zusammen in die Kneipe gehen. In Howth ist auch Ocean-Segler Lars und Erja mit Ambika. Alle drei Boote warten auf die neue Mannschaft. Wir bleiben hier in Howth bis Freitag. Morgen kommt Vidar, Ann's Sohn, der mit uns für eine Woche segeln wird.
Wir sind in unserer zweiten großen Marina. Die andere war Bangor außerhalb Belfast in Nordirland. Es ist sehr luxuriös, aber wir mögen es leiber in kleineren Häfen und das Schwanken in einer Bucht. Ansonsten ist es hier voll mit Touristen und segelnden Kindern und Jugendlichen. 
Irland ist das vierte Land in das wir kommen. Es scheint hier ziemlich teuer sein. Lebensmittel-und Hafengebühren sind teurer als zu Hause in Schweden. Wir führen Buch über alle ünserer Ausgaben, so dass wir unser Geld verfolgen können. Unser Budget beträgt 10 000 SEK pro Monat. Darin sind nicht größere Anschaffungen fürs Boot oder Heimreisen enthalten. Bis haben wir jeden Monat überschritten. Norwegen war bis jetzt das billigste Land (!). Es lag wohl zum Teil daran, das wir schöne Häfen fanden die nichts kosten, oder weil wir Lebensmittel bewusst vorher eingekauft haben, weil wir wussten, das es teuer in Norwegen teuer ist.

Wir haben es geschafft unseren kleinen Laptop an Bord laden zu können. Das heißt, wir sind ziemlich autark mit Strom, solange wir motoren. Windgenerator gibt nicht so viel Energie, wie wir eigentlich brauchen. In Spanien oder auf den Kanarischen Inseln werden wir uns Solarzellen anschaffen. Bisher hatten wir meist nur Tagesturen so das Strom kein Problem ist. Wenn Vidar nach Hause gefahren ist, warden wir über die Biscaya fahren, sobald wir guten Wind haben. Es wirg unsere erste lange Reise werden mit mehreren Tagen auf See.

 

18. Juli

Ornsay, Skye

Skottland

Es ist schon eine recht lange Zeit her das wir etwas geschrieben haben. Ein Grund dafür ist, dass Nordwest Schottland sehr dünn besiedelt ist, ohne Internet und die Mobilfunknetze sind sehr begrenzt. Die zweite, dass wir uns voll auf das Segeln konzentriert haben.
Das segeln verlief sehr gut bis wir von ”cyclonic winds" mit Böen von bis zu 22 m/s zwischen dem Festland von Shetland und Fair Isle überrascht wurden. Dies hatte zur Folge das der Baum zum Teil aus seiner Halterung brach und wir nicht weit genug reffen konnten und fuhren schließlich weiter nach Süden und Osten, als wir wollten. 
So kamen wir in Pierowall auf Orkney anderthalb Tage später als erwartet an. Wir sind nicht auf die Äußeren Hebriden gefahren, wie ursprünglich unser Plan war. Es gab zuviel Starkwind und wir haben es vorgezogen, uns zwischen den Inneren Hebriden und dem Festland zu halten, wo die See ein bisschen ruhiger ist.
Häfen haben wir durch Imray Sailing Guide, von Per Holmlövs ausgezeichneten Buch "Das Glück ist ein Sommer-Schiff" und mit lokalen Broschüren gefunden. Wir waren in Pierowall (wo wir die Krabben bekamen die wir zum Abendessen kochten), vielen schönen Naturhäfen entlang der schottischen Küste und einigen kleineren Gemeinden, wie Loch Gairloch und Ornsay wo wir jetzt sind. Zwar gibt es hier zum Teil keine Geschäfte aber einen Pub mit gutem Bier und manchmal auch Folkmusik gibt es immer.
Es geht gut, die Ströme zu berechnen, Reed's Almanac ist ziemlich leicht zu verstehen. Das Schlimmste war als wir 5 Knoten Strom mit uns hatten und 12 m/s Gegen wind hatten. Das heißt, es geht schnell wie die Hölle, aber es bildeten sich kurze, böse Wellen.
Wir haben feine Gesellschaft von verschiedenen Arten von Vögeln und Tieren. Schaafe versteht sich und auf Orkney viele Kühe. Makrelen, die wir fischten, spielende Delphine, viele Vögel, wie Papageientaucher, Trottellummen, Basstölpel, Eissturmvögel, Möwen, Raubmöwen und andere die wir nicht kennen. In einer kleinen Bucht, hatten wir eine Gruppe von etwa zehn Robben als nächste Nachbarn. 
Es war unsere Abendunterhaltung. Fernseher, fehlt uns noch nicht. Auch nichtdie Tageszeitung. Wir haben keine Ahnung, was in der Welt geschieht. Wir werden sehen, wie es um weiter geht und wie lange wir in unserem kleinen Blase bleiben.
Schottland ist in Ordnung, aber wir haben über die Hitzewelle in Schweden und in Deutschland gehört, und wir sind immer ein wenig müde von dicken Klamotten und mindestens einmal am Tag regen.Es ist gut, nach Süden zu kommen. Wir haben einige gute Tipps zu den Häfen in Irland erhalten. Wenn das versprochene Hochdruckgebiet kommt fahren wir in 4-5 Tagen rüber nach Nordirland.

 

7. Juli

Lerwick, Shetland

Wir sind immer noch auf den Shetland-Inseln. Es war nicht ganz wie geplant, aber jetzt kennen wir Lerwick und die Inseln ein bisschen besser. In Schweden und Deutschland sind Hitzewellen und wir haben höchstens 15 Grad und ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen rollen hier vorbei. Das bedeutet abwechselnd starker Wind, Sonne und Regen. Das Leben in den Hafen ist schön. Wir haben einige Nachbarn aus Kanada und Deutschland, mit denen wir ein wenig Kontakt haben. UKW ist in der Regel auf Kanal 12, Kanal vom Hafen Lerwick, damit wir den Überblick haben was in den Hafen passiert. Wir fanden alle wichtigen Einkaufsmöglichkeiten, verschiedene Bars und Fish and Chips-Plätze.
Wir haben eine Reise für paar Tage nach Out Skerries gemacht, eine kleine Inselgruppe im Nordosten. Dort leben etwa 70 Menschen, und wir wurden sehr gut angenommen. Da Deutschland England im Fußball geschlagen hatte( alle jubeln für dieses), kamen einige Jungs die auf der Lachsfarm arbeiten vorbei und brachten uns einen Lachs. 
Wir gingen zu einem kleinen Basar und Flohmarkt. Auf Out Skerries, trafen wir Caroline und Tony.Sie kommen aus England und leben auf ihrem Boot und verbringen den Sommer an ein paar verschiedenen Orten. Im Winter liegen sie in Kirkwall auf Orkney.
Wir kamen zurück nach Lerwick von Out Skerries um Rolf und Arja, Ann's Bruder und seine Frau, die zu Besuch kamen in Empfang zu nehmen. Wir waren zuerst enttäuscht das wir wegen des Wetters nicht segeln konnten, aber wir verbrachten die Zeit ganz gut, haben ein Auto gemietet, besuchten Museen, wanderten, haben gut gegessen und getrunken.