27. August

Freixo, Ria de Muros, Spanien

Wir sind weit in die Ria de Muros hinein gefahren und liegen vor Anker am Fischereihafen der kleinen Gemeinde Freixo. Wir waren zuvor in der Marina in Portosin gewesen und haben aus Deutschland sachen fürs Boot bestellt und uns dort hin liefern lassen, darunter ein AIS und eine LED Laterne. Wir warten auch auf ein Buchpaket aus Schweden. Super für Leseratte Ann, denn die Bordbibliothek ist bald aus gelesen..
Die Verständigung klappt ganz gut, trotz sprachlicher Schwierigkeiten. Es gelingt uns Fleisch, Gemüse, Käse, etc einzukaufen, gehen ins Restaurant und bestellen Ersatzteile für den Außenbordmotor. Udo hat Sprachprogramme für Spanisch und Portugiesisch auf dem PC und Ann hat ein Wörterbuch, so kann es nur besser werden.
Was wir nicht geschafft haben, ist Fisch direkt am Kai zu kaufen. Wie bei allen kleinen Fischerdörfern, wo wir gewesen sind gibt es keine Fischgeschäfte, entweder man fischt selbst oder geht direkt zu den grossen Fischerbooten. In allen Restaurants, auch die kleinsten, gibt es allerdings viel Fisch und Schalentiere.Wir essen nicht so oft im Restaurant aber wenn wir aus essen gehen am besten Mittags um zwei oder abends nicht vor neun Uhr. So richtig los gehts erst um zehn Uhr und das ist schon fast zu spät (Bettzeit).

 

19. August

Ria de Camarinas

Wir hatenn ein ruhiges und entspanntes Segeln langsam nach Süden entlang der Küste. Jetzt sind wir an der Costa del Morte (Todesküste). Die so genannt wird, weil so viele Schiffe gestrandet sind. Wir haben es nicht bemerkt. Wir hatten leichten Wind, Sonnenschein und mäßigen Wellengang. Hier ist sehr schön mit bewaldeten Hügeln, sandigen Stränden und Klippen. Die Küste hat mehrere längliche große Buchten, mit vielen kleinen Städten oder Dörfern und vielen Stellen zum Ankern. Wir fangen an, Kräfte nach dem segeln der letzten Monate wieder zurück zubekommen und haben vor, viele kleine Dinge auf Orca zu erledigen. Südlich von Finisterre planen wir einen Platz zufinden, wo wir zwei Wochen sein können um Sachen fürs Boot zubestellen und vielleicht einen kleinen Landausflug zu unternehmen.Heute hatten wir eigene kleine Sightseeingtour rund um in der Bucht hier mit Stränden und uns begrüssten Delphine.

Camarines ist ein nettes kleines Fischerdorf und touristische Stadt, wo man leicht in den Gassen verloren gehen kann. Wir waren im Café mit Internet um unsere E-Post zu prüfen, gingen durch die Stadt, versuchten irgendwo Ersatzteile für den Außenbordmotor zu bekommen (ohne Erfolg), fanden aber eine Werkstatt die die schweissarbeten an userem Baum ausführen kann. Glauben wir, es ist schwer, wenn man nicht Spanisch kann und fast niemand hier spricht Englisch. Ein paar Worte auf Spanisch und Gebärdensprache funktioniren zum größten Teil.

 

14. August

La Coruna, Galicien,Spanien

Wir kamen hier vorgestern morgens von Kinsale im Süden Irlands an. Das war unsere bis jetzt längste Passage die wir zusammen gehabt haben. Die Fahrt dauerte viereinhalb Tage mit einem Kurs im Prinzip genau nach Süden.

Die ersten Tage waren ein ideales segeln wie man es sich nur vorstellen kann. Nordwestlicher Wind von achtern, ruhig und schön. Dann drehte der Wind auf Südwest und stieg in seiner Kraft auf 10-14 m/s.

Wir konnten segeln, aber sehr unbequem, die Wellen waren hoch und das Boot krängte starkt.

Es war ziemlich anstrengend. Regen und Salzwasser machten alles feucht.

Am letzten Tag starb der Wind und drehte wieder nach Nord und wir machten nur noch drei bis vier Knoten Fahrt. Eine Befestigung in unserem Baum brach (wieder – ist auch im Süden Irlands passiert, wo wir mit Hilfe eines Fischers Schweißen konnten) und so konnten wir nur noch unsere Genua anwenden. Es spielte keine Rolle, dass es langsam war, so kamen wir in La Coruna in den frühen Morgenstunden an und nicht im Dunkeln .
Unser Wachsystem von drei Stunden hat gut funktioniert. Unser Wind Ruder und Autopilot funktionieren gut und wir brauchten nicht von Hand zu steuern. 
Das ist sehr schön, man konnte navigieren, oder auf das Radar schauen, zur Toilette gehen wenn man allein auf Wache ist. Mit den Mahlzeiten war es so eine Sache, solange es ziemlich ruhig war, war es gut. Keiner von uns mag Süßigkeiten auf dem See (das einzige waren Ingwer Kekse, wie wir in Irland gebunkert hatten). Für das nächste Mal müssen wir Zwischenmahlzeiten haben, wie kalte Frikadellen, Nüsse, etc.. Wir hatten regelmäßige Besuche von Delfinen und wir waren froh, dass die Wassertemperatur stieg von einem auf ein bis einundhalb Grad pro Tag.
Jetzt haben wir fast 3000 Meilen in drei Monaten gesegelt. Es ist wirklich ein bisschen zu viel in zu kurzer Zeit. Unsere Einstellung war, dass wir entspannen können und wir nicht spürten dass wir "müssen" . Jetzt rechnen wir damit, dass mindestens zwei Monate bis in den Süden von Portugal haben, das gibt uns viel Zeit, um in der Lage zu sein, ein oder zwei Wochen an einer Stelle verbringen zu können wo wir möchten.
La Coruna ist eine schöne Stadt, jetzt ist voll von meist spanischen Touristen. Gestern hatten wir ein großartigeas Musikerlebnis. Auf dem Hauptplatz (Maria Pita) in der Stadt, es war ein Folk-Rock-Konzert mit Susana Seivane mit Band. Sie spielte Dudelsack und sang (nicht gleichzeitig!). Die Band war die Geige, Akkordeon, Gitarre, Mandoline und Schlagzeug. Auch Gastmusiker waren mit verschiedenen Instrumenten waren dabei, von Harfe über Saxophon bis zur Flöte. 
Der keltische Ursprung konnte nicht verheimlicht werden. Einige der Songs könnten wir auch in Schottland gehört haben. Wir haben versucht, in Orte in die wir gekommen sind, Plätze aufzusuchen wo Musik gespielt wird. Wir haben eine tolle Mädchen-Band in Shetland gehört die Volksmusik spielt und in einen Pub in Kilmore Quay Mitglieder von einen Kirchenchor welche traurige irische Lieder mit unzähligen Versen sangen

 

1. August

Irische See
Wir sind jetzt auf dem Weg von Ardglass nach Kilmore Quay. Manchmal ist   segeln einfach, aber auch ein bisschen langweilig. Wir haben fast keinen Wind und fahren unter, 6 Knoten durch das Wasser und 4 Knoten über Grund. Wir haben Gegenstrom für die nächsten Stunden. Wir wollen vorwärts kommen und den Strom mit uns haben wenn wir am Tuska Rock vorbei der südöstlichen Spitze Irlands fahren. Wir planen ungefähr zwischen sieben und acht Uhr abends anzukommen.
Wir haben Tipps bekommen nach Kilmore Quay zu fahren, es soll dort einen sehr gute Schiffszubehörhandel geben und der Pub soll auch gut sein, was ein weiterer Grund ist.